Frühzeitige und gute Berufsorientierung ist wichtig und prägend. Sie ist Querschnittsaufgabe der allgemeinbildenden Schulen und hat einen gelingenden Übergang von Schule in einen Beruf zum Ziel (vgl. Richtlinie zur Berufsorientierung an allgemeinbildenden Schulen vom 1. August 2012).

Unter dieser Prämisse beginnt die Berufsorientierung an unserer Schule bereits im 5. und 6. Jahrgang. Hier arbeiten unserer Schülerinnen und Schüler beispielsweise im WAT-Unterricht sehr praxisorientiert und machen ihren Bohrmaschinenführerschein. Dank einer Kooperation mit der Hochschule Bremerhaven ist es uns auch möglich, mit den Jahrgängen 5 und 6 an einem Tag im Schuljahr eine Exkursion zum Thema „Stoffe erkunden“ und „Wasser“ durchzuführen. Zudem stellt die Teilnahme am Zukunftstag einen weiteren Baustein der frühen Berufsorientierung in den unteren Schuljahren (5 bis 7) dar.

Im 7. Schuljahr wird an der Johann-Gutenberg-Schule der Berufswahlpass eingeführt. Dieser begleitet die Schülerinnen und Schüler bis zum Ende des 10. Schuljahres und soll sie bei der beruflichen Orientierung unterstützen. Alle Bescheinigungen aus dem Berufsorientierungsbereich, die die Schülerinnen und Schüler im Laufe der Schuljahre erwerben, werden im Berufswahlpass dokumentiert. Das handwerkliche Arbeiten wird in Jahrgang 7 unter anderem im Fach WAT gefördert. Hier stehen Bereiche wie Löten oder das technische Zeichnen auf dem Lehrplan. Weiterhin gehören ab Jahrgang 7 auch Betriebserkundungen zur Berufsorientierung an unserer Schule.

In Jahrgang 8 wird die Kooperation mit der Hochschule Bremerhaven fortgeführt (Thema: Klimaparcour, CO2). In diesem Schuljahr wird auch die Arbeit mit dem Berufswahlpass im Fach WAT intensiviert (z. B. Erarbeiten eines persönlichen Profils, Stärken-Schwächen-Check). Themen wie Bewerbung, Lebenslauf, Vorstellungsgespräch und Berichtsheft stehen im Lehrplan der Fächer (Deutsch/WAT). Im 8. Schuljahr findet zudem das 1. Betriebspraktikum statt, das im Anschluss ausführlich ausgewertet wird. Zur Erkundung ihrer Stärken nehmen unsere Schülerinnen und Schüler außerdem an zwei Vormittagen an der Potentialanalyse (HAMET 2) im Haus des Handwerks teil. Gegen Ende des Schuljahres findet auch der Erstkontakt mit dem Berufsberater der Agentur für Arbeit statt, der unsere Schülerinnen und Schüler bis zum Ende der 10. Klasse in Fragen der Berufsorientierung unterstützt. Im 8. und auch im 9. Schuljahr sind Besuche bei der Berufsinformationsmesse in der Stadthalle Bremerhaven feste Bestandteile unserer Berufsvorbereitung. Der Besuch bei der BIM wird von den Lehrkräften angemessen vor- und nachbereitet.

Das 2. Betriebspraktikum findet im 9. Schuljahr statt. Die Projektarbeit begleitet die Schülerinnen und Schüler als Langzeitaufgabe in diesem Schuljahr. Einige Arbeiten werden im Anschluss an die mündlichen Prüfungen im 8. Jahrgang präsentiert. Im Rahmen der Berufsfeldorientierungstage durchlaufen unsere Schülerinnen und Schüler auf Grundlage der Potentialanalyse aus dem vorherigen Schuljahr unterschiedliche Berufsfelder, für die sie im Anschluss eine ausführliche Bewertung bekommen. Einige Schülerinnen und Schüler nehmen im 9. Schuljahr an den Werkstatttagen in den berufsbildenden Schulen teil und gehen in zwei Quartalen ins Freitagspraktikum, andere arbeiten parallel in den Neigungsprofilen in der Schule. Das AOK-Bewerbungstraining findet im 2. Halbjahr des 9. Schuljahres statt. Interessierten Schülerinnen und Schülern ist zudem gegen Ende des Schuljahres der Besuch der Vocatium (Fachmesse für Ausbildung und Studium in Bremen) in Begleitung einer Lehrkraft möglich.

Im Abschlussjahrgang findet nach Erstellung einer fiktiven Bewerbung das Bewerbungstraining mit unserem Kooperationspartner BLG unter realen Gesprächsbedingungen statt. Zu diesem Training erhalten die Schülerinnen und Schüler im Anschluss eine ausführliche Beurteilung. Ein Teil der Jugendlichen absolviert im 10. Schuljahr das 3. Betriebspraktikum. Schülerinnen und Schüler, die die gymnasiale Oberstufe anstreben, werden parallel in einem Crashkurs auf den Unterrichtsstoff der Oberstufe vorbereitet. Im Rahmen des Crashkurses besteht für Schülerinnen und Schüler mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt auch die Möglichkeit, die Hochschule zu besuchen und dort an Themen wie „Säure und Basen“ bzw. „Lebensmittelanalytik“ zu arbeiten. Das Projekt „Was kostet das Leben“ ist Bestandteil des Lehrplans im WAT-Unterricht in Klasse 10 und wird zudem durch einen Einführungsvortrag von der AOK begleitet. Zur Förderung der handwerklichen Fähigkeiten werden WP-Kurse (Holz/Metall) angeboten.

Für interessierte Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 10 besteht darüber hinaus die Möglichkeit, an Projekttagen in verschiedenen Bereichen Ausbildungsberufe hautnah kennen zu lernen (z. B. Köchin/Koch, Restaurantfachfrau/-mann im Atlantic Hotel Sail City).

Die Berufsberatung an unserer Schule wird durch Herrn Klimaschewski und Herrn Stehle unterstützt, die regelmäßig bei uns in der Schule sind:

 
 
 
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