Zum Abschluss des Kursjahres besuchten die „9er Matrosen“ mit Herrn Merzhäuser Deutschlands einzige Hochseeinsel, um das letzte T (für Touristik) mit Leben zu füllen…

Mit dem Busfeeder ging es zunächst nach Cuxhaven wo es dann direkt „Leinen los“ hieß.  Das besondere an der 2015 in Berne bei Bremen fertiggestellten „MS Helgoland“ ist ihr Flüssiggas (LNG)-Antrieb.  Nur noch die Zündung erfolgt per minimaler Dieseleinspritzung.  So werden Emissionen massiv reduziert, was nicht nur die Umwelt und Hafenanwohner freut, sondern auch Passagiere auf den Aussendecks.

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Bei sehr ruhiger blauer See und wolkenlosem Himmel war man nach etwas über 2 Stunden in Helgoland, wo es direkt vom Schiff aus an Land ging.

Hier gab es viel zu entdecken – neben den vielen kleinen und großen Läden in den Hummerbuden am Hafen und im Dorf stand natürlich der Inselrundweg ganz vorne auf der Tagesordnung.  Hier boten sich spektakuläre Ausblicke, in Blütenpracht stehende seltene Pflanzen wie der Meerkohl, und besonders viele Seevögel zur Ansicht, teils direkt vor der Kameralinse sitzend.  Nachdenklich können einen die vielen für den Nestbau genutzten Plastikteile, insbesondere Netze, stimmen – es verdeutlicht, was manch achtlos weggeworfenes Plastikstück anrichten kann.

Die Gebäude des historischen Helgoland wurde durch einen britischen Bomberangriff mit fast 1000 Flugzeugen 20 Tage vor Ende des 2. Weltkrieges zerstört, die Insulaner mussten Helgoland verlassen.  Helgoländer und einige deutsche Soldaten hatten geplant die Insel friedlich zu übergeben, jedoch flog der Plan auf – einige wurden daraufhin von den Nazis hingerichtet.  Nach dem Krieg wurde Helgoland bei einem konventionellen Bombentest noch weiter beschädigt und darauf als Zielübungsgebiet genutzt.

Dabei hat Helgoland eine lange Vorgeschichte.  Eine Replik des Helgoländer Steinkistengrabes dient als Beispiel für die Bronzezeit.  An der St. Michael Kirche gibt es Infos zur Christianisierung – bereits 704.  Es war sogar mal britische Kolonie – mit eigenem Gouverneur und Briefmarken.  Den berühmten Inselautoren James Krüss bzw. seine Hummerklippengeschichten kennt sicher der ein oder andre.

Aber Helgoland bedeutet natürlich auch Entspannen – wie bei einem Eis in der Sonne.  Zwei besonders kühne Schüler der 9c eröffneten sogar die Badesaison.

Für einen Besuch auf der Nebeninsel Düne mit ihren Stränden, den Seehunden, und dem Flugplatz reichte die Zeit leider nichtmehr, denn nach etwas über 4 Stunden Aufenthalt musste man Abschied nehmen.  Aber man kann ja wiederkommen.

 
 
 
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